Badebomben Grundrezept

Badebomben sind Badezusätze, die sich mehr oder weniger sprudelnd im Badewasser auflösen. Je nach Zusammensetzung geben sie rückfettende Öle/Fette, unterschiedlich wirkende Düfte und/oder weitere pflegende Zutaten frei. Die Grundzutaten kannst du in kleinen Mengen im Drogeriemarkt kaufen und in größeren Mengen im Internet bestellen. Alle weiteren Zutaten findest du in der Regel ebenso im Internet. Und wenn du es einmal ausprobiert hast, wirst du sehen, dass du die pflegenden Zutaten ganz nach deinen Bedürfnissen und Wünschen zusammenstellen kannst. Wichtig ist dabei, dass du dich an die Grunddosierung der einzelnen Komponenten hälst. Ansonsten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Probier es einfach einmal aus.

Als Geschenk kommen Badebomben auch sehr gut an, besonders, wenn sie den Beschenkten mit  Lieblingsduft und -farbe überraschen. Hübsch verpackt und einem hübschen Etikett versehen sind sie ein echter Hingucker.

Besonders praktisch finde ich, dass du diese Badezusätze auch einzeln herstellen kannst. Außerdem sind sie schnell gemacht und innerhalb von ein paar Stunden getrocknet.

Viel Vergnügen beim Ausprobieren.

Das brauchst du:

 

Material:

  • Glas-/Plastik- oder Edelstahlschüssel ausreichend groß für alle Zutaten
  • zwei bis drei kleinere Schalen zum Abwiegen
  • (Digital-) Waage
  • Messlöffel, verschiedene z.B. 1-20 ml, optional
  • ein altes Handtuch, eine Malunterlage oder eine Wachsdecke
  • Sprühflasche / Pumpzerstäuber mit Wasser oder eine Schale mit Wasser
  • verschiedene Formen, z.B. Silikon-, Gieß- oder Seifenformen
  • altes Handtuch zum Trocknen
  • Karton für die Lagerung
  • Zellophanpapier oder -tüten für die Verpackung
  • Einweghandschuhe, optional (empfehlenswert bei kleinen Verletzungen oder Rissen in der Haut)
  • kleinen Topf
  • kleine Edelstahlschüssel zum Schmelzen von festen Fetten über dem Wasserbad
  • Teigschaber
  • Teelöffel
  • Esslöffel

 

Zutaten:

 

Grundzutaten:

  • Natron 
  • Zitronensäure (Hälfte der Natronmenge)
  • Wasser

Optional:

  • getrocknete Blüten und Blätter
  • ätherische Öle oder Parfümöl
  • kosmetische Farbpigmente oder Lebensmittelfarbe
  • pflegende Fette und Öle
  • Blütenwasser
  • Tonerden
  • Meersalz
  • Speisestärke
  • Milchpulver
  • Pflanzenextrakte
  • Gewürze
  • kosmetischen Glitter

So geht es:

  • Decke deine Arbeitsfläche zum Schutz ab (altes Handtuch/Wachsdecke/Malunterlage)
  • Stelle die Schüssel für alle Zutaten, die kleineren Schalen, die Waage und die Messlöffel, die Sprühflasche, die Formen und die Zutaten bereit.
  • Zieh die Einweghandschuhe an.

Ich habe am liebsten alle Zutaten gemeinsam griffbereit und wiege deshalb alle Zutaten ab, bevor ich anfange und fülle diese in kleine Schälchen. So gehe ich sicher, dass ich nichts vergesse, was schon mal passieren kann.

  • Falls du feste Fette oder Öle verwendest, kannst du diese als erstes über dem Wasserbad schmelzen.
  • Gib die Zitronensäure in die große Schüssel.
  • Nun gibst du das Natron zur Zitronensäure.

  • Füge die gewünschte Farbe hinzu  (bei flüssiger Farbe verteilst du diese so gut wie möglich mit ein paar Spritzern)
  • Vermenge nun die Zutaten mit den Händen solange, bis eine gleichmäßige Färbung entstanden ist.

  • Als nächstes fügst du alle weiteren trockenen Zutaten hinzu. Z.B. Blätter, Blütenblätter, Glitter, Milchpulver, Speisestärke, Meersalz, Tonerde usw.
  • Durchmenge noch einmal kurz alle Zutaten.
  • Stelle sicher, dass sich keine Klumpen gebildet haben. Falls dies der Fall ist, versuche, sie zwischen den Handflächen zu zerdrücken.

  • Verteile nun die flüssigen Zutaten auf den trockenen in der Schüssel: pflegende Öle und Fette, ätherische Öle oder Parfümöle, Blütenwasser.
  • Mit den Händen durchmischst und  vermengst du nun alle Zutaten gleichmäßig.

  • Mit der Sprühflasche gibst du ein oder zwei Spritzer auf die Masse und knetest diese durch. Falls du keine Sprühflasche hast, tauchst du mit den Fingern in die bereit gestellte Schale mit Wasser und besprenkelst die Zutaten auf diese Weise. Hierbei ist es wichtig, behutsam mit der Wassermenge zu arbeiten, denn zu viel lässt die Badebombe schon zu sprudeln beginnen. Du kannst die Masse so auch in die Formen füllen, aber die Oberfläche der Formen wird rauh und ungleichmäßig, und es sieht aus, als wenn die Badebombe schon feucht geworden ist. Also nicht so schön zum Verschenken.

  • Nun testest du, ob die Masse schon gut "klebt", indem du einen Teil der Masse in die Hand nimmst und sie  kräftig zusammen drückst. Sobald die sie zusammen haftet und nicht mehr auseinander fällt, ist die richtige Konsistenz erreicht und du kannst die Masse in die Form geben.
  • Sollte die Masse noch zu pulvrig sein, gibst du weiterhin ein bis zwei Spritzer Wasser darauf und knetest es ein.
  • Drücke die Masse in die Form. Bei einer Silikonform darfst du nicht zu fest drücken, weil sich diese sonst verformen kann, und dein Badezusatz bekommt eine unschöne Beule.

  • Zum Trocknen stellst du die Form an einen warmen trockenen Ort (z.B. Fensterbank über der Heizung). Du kannst die Form noch mit einem Geschirrhandtuch oder einem Mulltuch abdecken.
  • Nach ca. 2-10 Stunden (das hängt von der Größe der Form und der Menge der feuchten Zutaten ab) kannst du die Badebomben ausformen.
  • Lass sie noch zwei Stunden ohne Form trocknen, dann kannst du sie verpacken.
  • Am besten beschriftest du sie gleich, denn es ist wirklich ärgerlich, wenn du am Ende nicht mehr genau weißt, was drinnen ist.
  • Fertig!

Da die Badebomben recht schnell Feuchtigkeit ziehen und somit unschön werden, mache ich meist nur die Menge, die ich auch brauche/verschenken möchte.

Du kannst die Badebomben auch in kleinen Mengen bzw. einzeln machen, in der Regel sind sie nach ein paar Stunden fertig. Und der Aufwand ist nicht sehr groß.

Auf der Naturkosmetik Seite findest du Rezepte für kleine und große Mengen.