Endlich ist es soweit: es beginnt die wundersame Zeit

26. November 2017

Vielleicht habt ihr schon einmal davon gehört? Jedem Kind, das an den Weihnachtsmann, den Nikolaus und/ oder das

Christkind glaubt, ist ein persönlicher Adventswichtel zugeordnet. Sie haben die Aufgabe, die Kinder durch die Adventszeit zu begleiten und das Warten auf Heiligabend kurzweilig zu gestalten.

Ja, so war es ursprünglich gedacht. Aber leider haben sich die Erwachsenen immer mehr eingemischt und den Wichteln, Elfen, Zwergen und allen Advents-Helfern ihre Aufgaben stibitzt.

Ich glaube nicht, dass die Erwachsenen das absichtlich getan haben.

Wahrscheinlich konnten sie sich nicht mehr genau an die eigene Kindheit erinnern und haben die heimlichen Adventshelfer vergessen, weil sie, mit dem älter werden, den Glauben an sie verloren haben.

Sie haben sich vielleicht an eine schöne Adventszeit erinnert, an einen Adventskalender, an Leckereien und kleine Überraschungen, ohne zu wissen, woher diese Dinge kamen.

Und als sie erwachsen waren und selber Kinder hatten, wünschten sie sich für ihre Kinder eine ebenso zauberhafte Adventszeit. Aber da die Erinnerung immer mehr schwand, begannen die Erwachsenen Süßigkeiten zu kaufen, anstatt ihre Kinder in dem Glauben an zauberhafte Dinge zu bestärken, und die Wichtel ihre Arbeit tun zu lassen.

Und so zogen sich die wundersamen Wesen immer mehr aus unserem Leben zurück, in der Annahme nicht mehr gebraucht zu werden.

So wäre es auch beinahe bei uns geschehen. Aber als Herr Bobbele und ich Eltern wurden, kam die Erinnerung zurück und bald auch die Adventswichtel. Unitd dann ear es so weit: Bei uns begann die wundersame Zeit.......

Es lagen außergewöhnliche Leckereien und kleine gewerkelte Geschenke vor der Tür und Briefe mit Geschichten aus dem Adventswichtelleben. Und ihr könnt mir glauben, das Adventswichtelleben ist sehr aufregend. Denn sie sorgen nicht nur für eine schöne Adventszeit der Kinder, sondern sie kümmern sich auch um die Tiere, die in der Umgebung leben, sie sammeln Wunschzettel ein und leiten diese weiter, sie reisen zum Weihnachtsmann und zum Christkind und helfen bei der Herstellung der Weihnachtsgeschenke. Sie stehen in Verbindung mit Zwergen, Elfen, Trollen und Feen. Sie können sich mit allen Wesen verständigen und geben sich Mühe zwischen ihnen zu vermitteln, was nicht  einfach ist, besonders, wenn es um die Menschen geht.

In ihren Briefen haben die Wichtel mit der Zeit immer mehr aus ihrem Leben erzählt; wie sie heißen, was sie machen, wo sie in der Adventszeit wohnen, was sie alles erledigen, welche magische Wesen ihnen begegnen und noch vieles mehr.

Und je mehr Vertrauen wir ihnen entgegen gebracht haben, um so mehr haben sie von sich erzählt. Und das hat wiederum dazu geführt, dass der Glaube an alles märchen- und zauberhafte, an Fabelwesen und Magie in uns gestärkt wurde.

Wenn wir Spaziergänge machen, überlegen wir z.B., in welchem Baum unsere Wichtel denn wohl wohnen, und ob das Eichhörnchen da oben im Baum, wohl der Faulpelz ist, der in diesem Herbst keine Lust hatte, Vorräte zu sammeln und zu verstecken.


1. Dezember

Heute morgen waren unsere drei sprobbele früher auf als sonst.  Die Neugier auf den Inhalt des Adventskalenders war so groß, dass sie lange vor der eigentlichen Zeit wach waren.  Und bei uns gibt es ja zu dem Adventskalender noch die Wichtelpost.

Es gibt jeden Tag einen Brief auf besonderem Papier, in schöner verschnörkelter Schrift geschrieben, mit Feenstaub bestäubt und mit einem winterlichen Motiv versiegelt. Zum Brief gibt es manchmal ein kleines Geschenk für jeden oder ein größeres für alle; zauberhafte Anhänger, hergestellt in der Wichtelwerkstatt oder feine Leckereien aus der Wichtelküche. Besonders groß ist die Freude, wenn glitzernde Wunschsterne dabei sind, die einen Herzenswunsch in Erfüllung gehen lassen.

Heute stand an unserer Terassentür ein Sternenstecker aus Metall, an dem hingen der Brief und 5 extralange Zimtstangen zum Dekorieren.

Den nehmen wir für unsere Adventsdeko draußen.

Brief 1

Wir wünschen euch einen wunderschönen 1. Dezember. Die Adventszeit ist eingeläutet, wir sind nach einer langen Reise bei euch angekommen und haben unser Heim bezogen. Es ist alles etwas eingestaubt und in den Regalen ist die ein oder andere Spinne eingezogen, aber es ist nichts kaputt gegangen. Wir haben gründlich durchgeputzt und es uns  bei Kaminfeuer und warmem Punsch gemütlich gemacht..

Denn es ist recht kalt, und geschneit hat es auch schon ein wenig.

Einige Tiere befinden sich inzwischen in Winterschlaf oder -ruhe und genießen die Zeit der Stille in ihren gemütlich-kuscheligen Nestern, Kobeln oder wie sie ihre Schlafstätte auch nennen mögen.

Trotzdem hatten wir in den letzten kalten Nächten alle Hände voll zu tun. Weil für einige Tiere die Kälte zu früh kam, waren sie noch gar nicht darauf vorbereitet und hatten noch keine kuschelwarme Überwinterungsstätte.

So kam es, dass wir in einer Nacht zwei kleine Hasenkinder, ein Eichhörnchen und drei Wildschweingeschwister vor unserer Tür fanden, die arg gefroren haben.

Glücklicherweise hatten wir ausreichend Holunderbeersaft und Holunderblütensirup. Robinia hat mit dem Saft eine leckere Suppe mit Grießklößen und Apfelstücken zubereitet, und Stimpfl hat mit dem Sirup Punsch gemacht.

Frolan bereitete vor dem Kamin ein Deckenlager für alle, wo es sich die Tierkinder bequem machten und bald einer nach dem anderen einschlief.

Liebe Grüße  Frolan, Stimpfl und Robinia


2. Dezember

Heute gab es gleich drei Deko-Objekte für unseren Draußen-Adventskalender. Da freuen sich alle sprobbele.

Denn im letzten Jahr war es gar nicht so einfach für jeden Tag etwas zu finden, das wir vor die Tür stellen können, etwas das wetterbeständig ist, zum Advent passt und in der Gesamtheit ein schönes Bild ergibt.

Brief 2

Guten Morgen euch dreien.

Heute haben wir uns mal ins Haus geschlichen und waren hocherfreut über die Linzertorte auf eurem Küchentisch. Da konnten wir nicht widerstehen. Eigentlich wollten wir uns nur kurz aufwärmen, weil es so bitter kalt war, und dann kroch Stimpfl dieser Duft in die Nase. Wir lieben Linzertorte, und wir können gar nicht so viel backen wie wir gerne essen würden. Zumal viele von unseren Linzertorten zum Verschenken gebacken werden.

Gestern abend wurden die Wildschweingeschwister von ihren Eltern abgeholt, die ihr Kinder glücklich umarmten.

Sie hatten schon befürchtet, dass der Förster oder ein Jäger die drei für einen Weihnachtsbraten geschossen hätte. Aber da haben sie von dem Buntspecht Rufus, der oben in unserem Baum wohnt, gehört, dass wir die drei aufgenommen hatten.

Die zwei Hasenkinder hatten sich im Dunkeln verlaufen und nicht mehr nach Hause gefunden. Aber als wir heute mit ihnen vor die Tür gingen, wußten die beiden wieder ganz genau, wie sie wieder zurück finden können. Zufrieden hoppelten sie los und sind inzwischen hoffentlich sicher bei ihren Eltern und Geschwistern angekommen.

Aber das Eichhörnchen macht uns Sorgen; denn es hat versäumt sich Wintervorräte anzulegen. Es hat nicht eine Nuss verbuddelt, keine Buchecker gesammelt. Aber es hat großen Hunger. Und seinen Kobel hat es vermutlich auch nicht  molligwarm ausgestopft. Deshalb haben wir beschlossen,uns seine Behausung heute gemeinsam anzuschauen und ihm ein bißchen zu helfen. Robinia hat ein paar Kuscheldecken aus Schurwolle eingepackt, denn zum Einarbeiten von Laub und Halmen ist es nun zu spät. Da wird sich der Faulpelz freuen. Sein Name ist übrigens Fritzle.

Und wir dürfen nicht vergessen heute bei den Wildtieren vorbeizuschauen; denn denen bringen wir in jedem Winter zusätzliches Futter vorbei, damit sie auch etwas leckeres bekommen.

Lasst es euch gut gehen.

Frolan, Stimpfl und Robinia


3. Dezember und 1. Advent

Die erste Kerze brennt.

Heute lagen Deko-Sterne aus Birkenrinde vor der Tür und dazu köstliche Schokolade, die direkt verspeist wurde.

Brief 3

Guten Morgen und einen schönen 1. Advent. Habt einen schönen Tag und genießt die Zeit. Wenn wir richtig gehört haben, macht ihr heute etwas tolles. Viel Spaß dabei.

Wie schon erwartet, hat Fritzle seinen Kobel nicht für die kalten Winternächte präperiert und auch keinen Futtervorrat angelegt. Fritzle meinte:"Ich hatte halt was Besseres zu tun."  Was das war, wollte er uns nicht verraten.

Nun müssen wir schauen, ob wir ausreichend Vorräte für das faule Eichhörnchen haben. Im Wald und in den Gärten werden wir nicht mehr viel finden, weil andere Tiere fleißiger waren und schon alles weggesammlt haben.

Aber vielleicht lernt Fritzle etwas daraus. Bei uns wird es auch mal etwas geben, dass ihm nicht schmeckt.

Sein Kobel ist nun gemütlich und warm, und er hat sich sofort in die warme Decke gekuschelt und ist eingeschlafen.

Wenn er in den nächsten Tagen hungrig aufwacht, darf er zu uns kommen und bekommt dann bei uns etwas leckeres.

Nun, da alle Tiere versorgt sind, können wir mit Backen und Werken beginnen, denn wir haben noch einige Aufträge zu erledigen.

Und am späten Abend müssen wir noch einmal raus. An den Adventswochenenden ist es unsere Aufgabe, die Wunschzettel aller Kinder einzusammeln, die sie nicht mit der Post verschicken. Die Kinder machen es eben so, wie sie es von den Eltern oder Freunden gezeigt bekommen. Und da gibt es viele Möglichkeiten. Z.B. die Fensterbank, der eigene Briefkasten, ein Astloch in einem Baum, ein Stein im Garten, oder..oder..oder

Wir packen alle Wunschzettel in Säcke und die werden dann abgeholt von anderen fleißigen Helfern, die die Säcke zur Sammelstelle bringen. Von dort geht der Transport weiter zur Polarkreiswunschzettelsammelstelle, wo sie nach Wünschen sortiert und an die zuständigen Werkstätten weitergeleitet werden.

Wir haben also noch viel zu tun. Herzliche Grüße

Frolan, Stimpfl und Robinia


4. Dezember

Da wir unsere Wunschzettel noch nicht fertig haben, lagen heute  Wunschsterne vor unserer Tür. Das sind ganz kleine schneeweiße Sterne, die glitzern wie Schnee glitzern kann.  Außerdem gab es für jeden ein kleines Röhrchen mit ganz besonders schönem Zuckerzeug zum Plätzchen verzieren. Das haben die Wichtel bestimmt aus ihrer Küche abgezweigt, denn im Laden haben wir so schöne Plätzchendekoration noch nie gesehen.

Brief 4

Guten Morgen, guten Morgen.

Die letzte Nacht war eisig kalt. Da waren wir alle froh, dass Robinia für jeden eine Kanne heißen Punsch dabei hatte.

Wir haben uns zwar viel bewegt, beim Einsammeln der Wunschzettel, aber kalt war uns trotzdem. Darum haben wir uns

nach halber Strecke entschieden, den Rest in den nächsten Tagen abzuholen.

Auf dem Weg nach Hause ist Frolan gestürzt und hat sich verletzt. Er wollte, etwas übermütig, über eine Baumwurzel springen und ist mit seinem Fuß hängen geblieben, so dass er mit doppeltem Purzelbaum auf dem einzigen Stein weit und breit landete. Das Ergebnis waren ein blutiges Kinn, Schürfwunden an Händen, Ellenbogen und Knien und ein verstauchtes Handgelenk. Das können wir derzeit gar nicht gebrauchen. Frolan ist doch unser Werkstatt-Wichtel. Stimpfl hat beim Werkeln eher zwei linke Hände, kann also Frolans Arbeit nicht übernehmen.

Als wir daheim angekommen waren, hat Robinia sofort geschaut, was unsere Kräuter-Apotheke für eine solche Verletzung zu bieten hat.

Glücklicherweise macht Robinia ihre Salben und Tinkturen immer auf Vorrat. Also kam sie mit der altbewährten Ringelblumensalbe, Pflaster und einem Verband zurück und verarztete Frolan. Stimpfl bereitete einen Glühwein mit Kräutern, die den Schmerz linderten, und kaum hatte Frolan sich auf sein Bett gelegt, schlief er auch schon ein.

Robinia und Stimpfl überlegten gemeinsam, was sie tun wollten, wenn Frolan für längere Zeit ausfallen würde.

Und als die beiden so grübelten, klopfte es am Fenster. Es war Fritzle das Eichhörnchen. Eigentlich hätte es, nach dem letzten Schlemmermahl bei uns, ein paar Tage oder Wochen,  Winterruhe halten sollen. Aber er hatte schon wieder Hunger. Also baten wir ihn herein und boten etwas zu essen an. Und da es schon sehr spät war und immer stürmischer wurde, haben wir Fritzle gar nicht erst wieder vor die Tür gelassen, sondern ihn auf die Decke vor dem Kamin geschickt, und sind dann selbst auch ins Bett gegangen. Es war nämlich ein sehr langer Tag.

Liebe Grüße

Frolan, Stimpfl und Robinia


5. Dezember

Heute lagen Bastelmaterialien vor den Tür. Federn in verschiedenen Pastelltönen, Holzperlen in Naturfarbe, Garn und Stück Kantholz, dazu eine Anleitung um kleine Engelchen zu basteln.

Eine schöne Idee für den Weihnachtsbaum, die Fensterdeko, als Geschenk oder oder oder.

Brief 5

Hallo und guten Morgen.

Nach dem Aufstehen lag Fritzle nicht mehr an seinem Platz, und wir begannen ihn zu suchen. Und während wir in alle Ecken und unter alle Tische schauten, hörten wir ein Rascheln und Knistern aus der Vorratskammer. Stimpfl spickelte durch die Tür und ertappte Fritzle dabei, wie er über unsere Vorräte herfiel. Fast die Hälfte der Nüsse hat er aufgefuttert. Die waren eigentlich für Nusstorten und Plätzchen gedacht. Robinia war sprachlos und ließ dann ein Donnerwetter los, das keiner von uns erwartet hätte, Fritzle schon gar nicht. Das war das erste mal, dass wir Robinia so wütend erlebt haben. Und Fritzle wird es hoffentlich eine Lehre sein, dass man Gastfreundschaft nicht ausnutzen sollte. Schon gar nicht, wenn man sich selber nicht um Vorräte gekümmert hat.

Robinia ist das ganze Jahr über mit anderen Wichteln unterwegs, auf der Suche nach Kräutern, Beeren, Nüssen, Pilzen,

Wurzeln und allem, was wir verwerten können. Das ist wirklich sehr viel Arbeit. Und dann kommt ein Eichhörnchen und futtert im Nullkommanichts die Hälfte auf.

Fritzle ist dann freiwillig heim gegangen und legt sich hoffentlich für mindestens zwei Wochen in seinen Kobel. Das, was er gefuttert hat, sollte ihm so lange reichen. Schlaf gut Fritzle.

Frolans Arm geht es schon besser, aber richtig bewegen kann er ihn noch nicht wieder. Außerdem hat er noch Schmerzen, die bei ihm zu schlechter Laune führen. Er meckert sehr viel rum und kritisiert uns ständig.

Wir können nur hoffen, dass es ihm bald besser geht.

Liebe Grüße von Frolan, Stimpfel und Robinia

 


Nikolaus

Der Nikolaus war da und hat unsere Stiefel gefüllt. Und er hat ganz viel Sternenstaub verstreut; alles hat geglitzert.

Die Wichtel haben uns heute eine Flasche Holunderbeersaft, Zimtstangen, kleine rote Äpfel und braunen Zucker gebracht. Natürlich gab es dazu das Rezept für leckeren Punsch.

Brief 6

Wir wünschen euch einen schönen Nikolaustag und hoffen, dass eure Wünsche erfüllt wurden. Der Nikolaus hat uns erzählt, dass er eure Stiefel gut gefüllt hat. Und so sahen sie auch aus: gut gefüllt.

Wir kamen gerade bei euch an, als der Nikolaus mit seinen Gehilfen weiter gezogen ist. Er war sehr in Eile und konnte uns nur noch ein lautes "Hallo" und "Wir sehen uns bald" entgegen rufen. 

Da freuen wir uns schon sehr drauf; denn nach Weihnachten, gleich im Neuen Jahr, treffen sich alle, die für eine gelungene Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest sorgen. Dann gibt es eine riesengroße Feier mit Spielen und Tanz und Essen und Trinken und mächtig viel Spaß. Danach machen alle vier Wochen Urlaub, der eigentlich nur aus Ausruhen & Schlafen besteht. Herrlich.

Heute machen sich Robinia und Stimpfl noch einmal auf den Weg um die noch fehlenden Wunschzettel einzusammeln.

Zur Unterstützung haben sie Gries den Fuchs dabei. Gries ist ein alter Freund der Wichtel und hat ihnen schon oft geholfen. Er kann die Briefe und die Wichtel tragen. Das heißt, dass alles viel schneller geht mit Gries.

Drücken wir ihnen die Daumen, dass heute alles gut geht, und alle zeitig und gesund zurück sind.

Denn in den nächsten Tagen kommen die Eltern und Großeltern von Frolan, Stimpfl und Robinia um gemeinsam vorzubereiten und Weihnachten zu feiern. Da freut sich die Wichtelfamilie das ganze Jahr drauf.

In diesem Jahr gibt es noch einen weiteren Grund zu feiern, denn Stimpfl hat endlich seine Prüfung zum Adventswichtel bestanden. Nicht jeder Wichtel wird automatisch Adventswichtel, das muss man sich erarbeiten. Und weil in unserer Familie alle seit Generationen Adventswichtel waren, hat niemand daran gezweifelt, dass es so bleibt. Stimpfl hat es ja nun auch geschafft, hat allerdings etwas länger gebraucht, wegen seiner zwei linken Hände. Um so mehr freut er sich, dass er den Rest der Familie mit dieser Nachricht überraschen kann.

Herzliche Grüße von Frolan, Stimpfl und Robinia


7. Dezember

Heute Morgen lagen neben dem Brief die Zutaten für ein Vogelfutter-Bufett, mit Nüssen, Samen, getrockneten Beeren und Fett. Bei den derzeitigen Temperaturen können die Vögel das gut gebrauchen, und wir werden uns am Wochenende daran machen.

Brief 7

Guten Morgen ihr Lieben.

Da es euch in den letzten Jahren Spaß gemacht hat, Vogelfutter selbst zu machen, haben wir gedacht, dass es eine nette Idee wäre, euch die Zutaten vorbeizubringen. So habt ihr noch anderes Futter, und die Vögel freuen sich wirklich.

Wir haben gesehen, dass auch ein Buntspecht und ein Kleiber zu euch kommen., neben den üblichen Meisenarten, Sperlingen, Amseln und so weiter. Das freut uns sehr, denn so nehmt ihr uns zum einen Arbeit ab, zum anderen ist es schön zu sehen, dass es auch unter den Menschen Tierfreunde gibt.  Danke dafür.

Wir haben es tatsächlich geschafft, alle Wunschzettel einzusammeln und wir freuen uns, diese am Wochenende Richtung  Polarkreis schicken zu können. So kommen sie auf jeden Fall noch zeitig an.

Es war recht stürmisch in der letzten Nacht. Und als wir uns so durch den Sturm im Wald kämpften, hörte Gries ein lautes Knacken, dass unseren Ohren völlig entgangen war. Und bevor wir das Geräusch lokalisieren konnten, krachte es unglaublich laut und vor unseren Nasen donnerte eine goße Douglasie zu Boden. Wir hörten lautes Schreien und konnten nur annehmen, dass die Vögel den Baum noch rechtzeitig ,während des Fallens, verlassen hatten. Nicht so viel Glück hatte ein anderes Tier. In der Dunkelheit konnten wir nicht erkennen, welches Tier sich wo in den Ästen des Baumes eingeklemmt hatte. Aber Gries bekam schnell den Überblick und führte uns zu einem Marder, der sich ängstlich an einen Ast im unteren Bereich der Douglasie klammerte. Robinia musste all ihre Überredungskünste anwenden, um den Marder zum Loslassen zu bewegen. Wir haben ihn dann mit aller Kraft auf den Rücken von Gries gezogen, der ihn zu uns nach Hause getragen hat.

Bei uns angekommen, haben wir erst gesehen, wie schlimm der Marder verletzt war. Er hatte eine Platzwunde am Kopf, die Robinia verarzten konnte. Bei Licht haben wir dann gesehen, dass es ein Mardermädchen war, und sie war etwas durcheinander und konnte sich nicht mehr an ihren Namen erinnern. Aber den können wir noch rausfinden, wenn sie wieder ganz gesund ist.

Herzliche Grüße von

Frolan, Stimpfl und Robinia


8. Dezember

Die Wichtel wissen natürlich ganz genau, dass wie gerne basteln und werkeln, kochen und backen. Darum lag heute vor unserer Tür transparente Glycerinseife. Denn die sprobbele wollten schon lange eine durchsichtige Seife machen, in die man etwas eingießen kann. Z.B ein Geschenk (ein Lego-Männchen), auf das man dann warten muss, bis die Seife aufgebraucht ist. Das wollen wir in den nächsten Tagen mal ausprobieren.

Brief 8

Wir wünschen euch einen schönen 8. Dezember.

Unser Patient, das Mardermädchen, kann sich immer noch nicht an seinen Namen erinnern, und leider fehlt nicht nur die Erinnerung an den Namen, sondern auch an ihre Familie, wo sie wohnt, und was auf dem Baum gemacht hat. Aber es macht sich im Wald sicher jemand Sorgen, weil ein Mardermädchen nicht nach Hause gekommen ist.

Frolan und Stimpfl werden heute in den Wald gehen, um Erkundigungen einzuholen, ob jemand das Mardermädchen kennt oder vielleicht weiß, wer eins vermisst. Diese Informationen verbreiten sich meist sehr schnell im Wald. Und es kennt immer jemand einen, der weiß, was gerade alles vor sich geht.

Wir hoffen, dass wir so mehr über das Mardermädchen rausfinden, denn es wäre schön, wenn wir seine Familie finden könnten, damit es Weihnachten zuhause feiern kann.

Robinia wird heute durchs Haus wirbeln und gründlich durchputzen und alles für den Besuch vorbereiten. Gestern kam ein Spatz vorbei, mit der Nachricht, dass wir noch weiteren Besuch bekommen werden. Er konnte uns aber nicht sagen, wer das sein wird. Lassen wir uns also überraschen.

Glücklicherweise hat unser Nachbarwichtel Caron uns sein Haus überlassen; denn er ist am Polarkreis um in der Weihnachtswichtelwerkstatt Süßigkeiten herzustellen. Caron macht wirklich famos-leckere, zartschmelzende Pralinen und Trüffel, denen man kaum widerstehen kann. Wir freuen uns ganz besonders, wenn er zuhause neue Rezepte ausprobiert, denn das Ergebnis dürfen wir immer kosten.

Wir werden euch demnächst eine Tüte mit seinen Kreationen vorbei bringen.

Dem Arm von Frolan geht es inzwischen viel besser. Er kann ihn schon wieder leicht bewegen, und wir hoffen, dass er in der nächsten Woche wieder voll einsatzfähig ist.

Heute wird er noch bei einigen Elfen und Feen vorbeischauen. Wichtig ist, dass sie es warm genug haben; denn sobald die Außentemperatur dauerhaft unter 0°C sinkt, können sie nur noch eine bestimmte Zeit im Freien verbringen, ohne dass ihre Flügel einfrieren. Und deshalb ist es besonders wichtig, dass sie es im Haus mollig warm haben. Also bringen wir ihnen regelmäßig Feuerholz vorbei. Dafür ist es wieder mal Zeit.

Am Wochenende wird es schneien, freut euch drauf.

Vorweihnachtliche Wichtelgrüße von Frolan, Stimpfl und Robinia

 


9. Dezember

In den letzten Wochen habe ich überlegt, welche Leckereien ich verschenken möchte und eine Liste gemacht, welche Zutaten noch fehlen. Und heute haben mich die Wichtel mit einigen Zutaten überrascht. Dabei handelte es sich natürlich um selbstgemachte Sachen, wie Orangenmarmelade, getrocknete Früchte und Fruchtsirup. Ich habe mich sehr gefreut und die sprobbele können probieren.

Brief 9

Guten Morgen.

Wir  haben vorgestern die Zutatenliste eurer Mama gelesen. Da dachten wir uns, dass wir mit einigen aushelfen könnten. Viel Spaß beim Backen, Kochen und Kneten.

Frolan kann seinen Arm heute schon komplett strecken und beugen. Das ist prima. Leichte Gewichte kann er auch schon wieder heben. Da hat Robinia ihn gleich losgeschickt, um den Waldtieren Futter zu bringen. Gries hat sich noch einmal angeboten zu helfen. Dafür sind wir sehr dankbar. Er zieht  einen kleinen Holzwagen, auf dem Heu, Samen, Früchte und Nüsse transportiert werden.

Über das Mardermädchen haben wir leider noch nicht mehr erfahren, und es ist inzwischen schon sehr traurig, weil es sich nicht erinnern kann, und weil es bisher noch nicht vermisst wird. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf.

Eine gute Nachricht ist, dass es seinem Kopf schon viel besser geht. Sicher kommt die Erinnerung dann auch bald wieder.

Robinia hat vor, sich heute den ganzen Tag in der Küche aufzuhalten, um zu backen, zu kochen, zu rühren und zu kneten. Vermutlich sehen wir sie nicht schon am Abend, sondern erst morgen früh wieder, weil sie die Nacht durch-

wirbeln wird. Und da darf dann auch keiner dazwischen kommen, sonst wird es brenzlig.

Da es noch schneien soll, wird Stimpfl nach Fritzle sehen, ob das quirlige Eichhörnchen noch ruht, satt und zugedeckt ist. Und für den Fall, dass er Hunger bekommt, bringt Stimpfl einen Sack voll Nüsse mit. Das sollte erst einmal ausreichen.

Bei den Elfen war alles prima. Sie hatten genug Feuerholz, das jetzt mit Frolans neuer Lieferung hoffentlich bis Weihnachten reichen wird. Ausserdem hatte Frolan köstlichen Früchte- und Kräutertee dabei, und als besondere Leckerei Blütennektar-Sirup, den alle Elfen und Feen lieben.

Wir sind nämlich sehr erfreut, dass diese fabelhaften Wesen mit uns zusammenarbeiten, wo man sie sonst nur sehr, sehr selten zu Gesicht bekommt. Sie sind eben sehr klein, leise und unglaublich schnell. Vor allem sind sie aber sehr scheu und lassen sich nicht blicken, wenn andere Wesen in der Nähe sind.

Wir haben schon viel geschafft und liegen ganz gut im Zeitplan.

Wir wünschen euch einen schönen Adventssamstag Frolan, Stimpfl und Robinia

 


10. Dezember

Es schneit am 2. Advent. Ein schönes Bild. Heute war es zunächst unwichtig, was die Wichtel gebracht haben, viel interessanter war es, die klitzekleinen Fußstapfen der Wichtel im Schnee zu sehen. Das ist immer besonders aufregend, denn manchmal kommen doch Zweifel über ihr Dasein auf. Denn es gibt kaum  Menschen in unserem Freundeskreis, die so eng mit ihren Adventswichteln verbunden sind wie wir. Das ist wirklich schade, denn unsere sprobbele wagen es gar nicht, von ihnen zu erzählen. Dabei bereichern diese wunderbaren Wesen unsere Adventszeit außerordentlich.

Deshalb habe ich mir gedacht, ich schreibe hier mal darüber.

Ach ja, diWichtel haben uns heute kleine Schlitten aus Holz gebracht.  Frolan ist ein wahrer Künstler.

Brief 10

Es schneit! Wir wünschen euch einen schönen 2. Advent.

Leider wird der Schnee nicht lange liegen bleiben. Erfreut euch an dem Bild, solange es möglich ist.

Bei euch ist schon früh morgens ein wildes Geflatter, weil so viele Vögel zu eurem Futterhaus wollen.

Wir haben auch sofort entdeckt, dass ihr ein zweites Futterhaus angebracht habt, nah am Fenster, damit ihr sie besser beobachten könnt. Wir haben zwei Meisen darauf hingewiesen, aber sie trauen sich nicht so recht und haben Angst, weil sich hinter den Fenstern immer etwas bewegt. Wir glauben, dass sie das Futter dort bald probieren werden. Habt etwas Geduld.

Als Frolan und Stimpfl heute in die Küche wollten um zu frühstücken, lag Robinia mit dem Kopf auf dem Tisch und war eingeschlafen. Die Küche war schon wieder blitzsauber, nur Robinia hatte ein mit Schokolade verschmiertes Gesicht und rosa Zuckerguss in den Haaren. Sie hat so fest geschlafen, dass sie uns gar nicht bemerkt hat. Das gibt es eigentlich gar nicht. Wir  haben sie auf das Sofa vor dem Kamin getragen, wo sie nun richtig ausschlafen kann.

Und wir gehen unseren Aufgaben nach. Am Nachmittag wird endlich jemand vorbei kommen, der uns hoffentlich mehr über das Mardermädchen erzählen kann, denn es wird langsam ungeduldig. Und langweilig ist auch, wenn man nicht viel machen kann, weil einem der Kopf weh tut, man aber auch keinen Besuch bekommt und sich an nichts erinnern kann.

Das ist wirklich eine blöde Situation.  Hoffentlich löst sich heute alles auf. Das wäre schön.

Am Nachmittag werden Frolan und Stimpfl durch den Wald gehen, um einen Weihnachtsbaum auszusuchen, den sie aber erst am Tag vor Heiligabend schlagen werden.

Wenn Robinia ausgeschlafen hat, muss sie sich bald auf den Weg machen, um unsere Familie abzuholen. Und da unsere Eltern und Großeltern schon recht alt und gebrechlich sind, wird sie von Gries mit dem Wagen begleitet.

Gries hat eine ganz besondere Weihnachtsüberraschunng verdient, weil er uns so viel hilft.

Morgen ist unser Haus dann voll. Wir freuen uns darauf.

Liebe Grüße von Frolan, Stimpfl und Robinia


11. Dezember

Leider ist der Schnee gestern bald in Regen über gegangen. Aber wir lassen uns nicht schrecken, wir bleiben in Adventsstimmung und hoffen auf kalte schneereiche Weihnachtsferien.

Wir sehen nun auch den letzten Vorbereitungen entgegen.  Ich brauche noch jede Menge kleine Geschenke für diverse Leute, wie Lehrer, Trainer, Betreuer etc. Und mit Hilfe meiner kleinen Helfer, den drei sprobbele, wird das kein Problem sein.

Für uns lag heute eine Rolle schönes Dekoband vor der Tür, damit können wir einige Geschenke verschönern.

Brief 11

Guten Morgen. Hattet ihr einen schönen 3. Advent?

Robinia hatte erst gestern mittag ausgeschlafen und musste sich dann bald mit Gries auf den Weg machen um unsere Verwandtschaft abzuholen. Vermutlich kommen sie erst heute abend oder morgen früh zurück.

Gestern Nachmittag kam endlich ein altes Wiesel bei uns vorbei. Sein Name ist Flax und er erzählte uns, dass seine Großnichte Sela seit ein paar Tagen verschwunden sei. Wir baten Flax rein und brachten ihn zum Mardermädchen.

Sela erkannte Flax sofort und alle Erinnerung kam wieder.  Wir waren sehr erfreut, zwei glücklich wieder vereinte Familienmitglieder zu sehen. Flax hatte einen kleinen Karren dabei, auf den Sela sich setzen konnte. Die beiden wollten so schnell wie möglich nach Hause; denn Selas Eltern machten sich große Sorgen.

Schön, dass das Rätsel gelöst ist, und die Marderfamilie bald wieder vereint sein wird.

Wir wollen später los, den Tannenbaum aussuchen. Da freuen wir uns schon drauf. Und wenn wir schon unterwegs sind, bringen wir den Wildtieren noch einmal etwas Futter vorbei. Ausserdem sollten wir noch vor Weihnachten bei den Gnomen am Waldsee vorbeischauen. Das machen wir jedes Jahr. Die Gnome dort sind schon sehr alt und freuen sich über jeden, der bei ihnen vorbeischaut.

Und am Spätnachmittag wartet auf Frolan die Werkstatt und auf Stimpfl die Küche, die er übernimmt, wenn Robinia nicht da ist. Er bekommt immer leichte Aufgaben, denn da ist die Verletzungsgefahr nicht ganz so groß wie in der Werkstatt.

Zum Abendessen bekommen wir Besuch von einer Zwergenfrau, die auf der Durchreise ist. Sie war unsere Lehrerin auf der Wichtelschule und sie besucht in der Adventszeit alle ehemaligen Schüler auf dem Weg zum Polarkreis. Wir sind schon ein bißchen aufgeregt, denn Frau Deginor bringt jedem ein Geschenk mit. Das sind immer sehr schöne Dinge.

Stimpfl muss in der Küche nur noch einen deftigen Eintopf über dem Feuer aufwärmen, den Robinia gestern so nebenbei gekocht hat. Die Getränke stehen auch schon bereit. Und es kann losgehen.

Wir wünschen euch einen schönen Tag.

Frolan, Stimpfl und Robinia

Kommentare: 0

12. Dezember

Wir sind immer wieder erstaunt, wie gut informiert unsere Wichtel sind. Die drei wissen immer ganz genau, was wir machen, was wir vorhaben und wie es uns geht.

Sie scheinen immer ein Auge und ein Ohr bei uns Haus deponiert zu haben, denn heute gab es Blanko-Anhänger und eine leckere Aprikosen-Zimt-Marmelade. Gerade vorgestern habe ich die sprobbele gebeten, ein paar Anhänger für Geschenke auszustanzen, aber ausnahmsweise hatte keiner Lust, und ich beschloss, die Anhänger-Fertigung zu verschieben. Und heute liegen welche vor der Tür. Prima!

Brief 12

Hallo und guten Morgen.

Was war das gestern für ein Wetter. Wir sind immer wieder triefend nass geworden, aber euch ging es ja nicht anders.

Deswegen kommt Robinia mit dem Besuch auch erst heute im Laufe des Tages; denn unsere Großeltern wollten sich bei dem Wetter nicht auf so eine lange Fahrt begeben. So haben wir noch ein bißchen Zeit hier alles schön und ordentlich zu machen.

Gestern haben wir mit Frau Deginor noch sehr lange gefeiert. Sie hat sich sehr über Stimpfls bestandene Prüfung gefreut, und wir haben mehrmals auf alles mögliche angestoßen, Weihnachtslieder gesungen und getanzt. Es war ein sehr schöner Abend. Allerdings haben wir so spät nicht mehr aufgeräumt, und heute früh haben wir erst einmal nach allen Tieren gesehen, da es gestern nicht  nur stark geregnet, sondern auch gestürmt hat. Da kann schon die ein oder andere Höhle überschwemmt werden oder das ein oder andere Nest aus dem Baum gewirbelt werden.

Und tatsächlich gab es einiges für uns zu tun. Das Nest eines Graureihers war aus einem Baum gefallen. Es war Schwerstarbeit, das wieder in den Baum zu bekommen. Da waren wir froh, dass uns einige Tiere zu Hilfe kamen.

Da es nicht sehr kalt war, kamen die Feuersalamander aus ihren Verstecken gekrochen. Wir haben zwei getroffen, die den Weg nach Hause nicht mehr gefunden haben. Das waren Lak und Lok, die sich heimlich davon geschlichen hatten, um zu schauen, wie hoch das Wasser im Bach wohl wäre. Wir haben die beiden sicher heim gebracht und hoffen, dass der Ärger zuhause nicht zu groß war.

Alles in allem war die Nacht aber recht ruhig. Wir haben noch ein/zwei Ausbesserungen an Behausungen gemacht und hier und dort einen Stamm aus dem Weg geschafft und sind dann wieder schnell zurück nach Haus.

Nun haben wir noch genug Zeit um aufzuräumen und ein paar Arbeiten zu erledigen.

Und heute abend werden wir wahrscheinlich wieder feiern, wenn unsere Verwandten angekommen sind.

Macht das Beste aus dem Wetter! Herzliche Grüße senden euch Frolan, Stimpfl und Robinia


13. Dezember

Eigentlich wollte ich heute Pralinen machen, doch dann hat mich mein Kräuter- Gewürz- Backzutaten-Chaos so genervt, dass ich mich erst einmal darum gekümmert habe.

Ha, da habe ich die Wichtel mal ausgetrickst, denn damit konnten sie nicht rechnen. Es gab aber auch keine Pralinen-Zutaten, sondern mal wieder einen Wink mit dem Zaunpfahl. Denn unsere sprobbele sind etwas spät dran, was das Geschenke basteln angeht. Irgendwie will das Bastelrad nicht so recht ins Rollen kommen. Und das, wo die Adventszeit kürzer ist als sonst. Der Wink  bestand aus Kerzenwachsplatten zum Kerzen verzieren. Das machen alle ganz gerne bei uns. Ich seh uns schon am 23. alle unter Ruckzuck zu zeigen, nach einer Nachtschicht für alle.

Brief 13

Hallo ihr Lieben.

Unsere Eltern und Großeltern sind da! Wir haben alle vier mit langen Umarmungen und Küßchen begrüßt. Sie kamen erst gestern abend hier an. Der Regen hat ihnen den Weg nicht leicht gemacht. Da steckte der Karren von Grieß schon mal im Morast fest.

Das war gut für Stimpfl und mich; denn so blieb uns genug Zeit zum Aufräumen. Und das haben wir zum Glück geschafft. Und wir haben sogar noch einen Tannenwipfel-Auflauf gemacht. Den essen Omma und Oppa am liebsten; da fühlen sie sich wie daheim. Den bekommt Stimpfl ganz gut hin.

Vor dem Essen haben alle ein Bad genommen, weil sie nass und durchgefroren waren. Und dann saßen wir gemeinsam vor dem Kamin mit Auflauf und Punsch und haben den Geschichten vom Oppa gelauscht.  So alte Geschichten von früher hören wir gerne, weil der Oppa so gut erzählen kann. So als wäre man mittendrin.

Im Haus von Caron hat Stimpfl heute unsere alte Nähmaschine aufgestellt, damit die Omma was zu tun hat.

Vielleicht näht sie das ein oder andere Teil für uns, dass dann unterm Weihnachtsbaum liegt.

Unsere Mama wird Robinia in der Küche helfen. Pappa und Oppa werden Stimpfl draußen zur Hand gehen.

Die beiden werden sich spät abends sowieso in die Werkstatt schleichen um an die Drechselbank zu gehen oder eine Schnitzarbeit von Frolan zu verbessern. Wir kennen das ja schon und nehmen es gelassen.

Mitten in unsere Gemütlichkeit kam das Rotkehlchen Raas geplatzt und erzählte uns von einem Hasenbau, der gerade voll Wasser lief. Also machten sich 4 Wichtel auf den Weg: Frolan, Stimpfl, Pappa Gnorig und Oppa Atz.

Bei den Hasen angekommen, war schon die ganze Familie draussen vor dem Hasenbau und wartete auf Hilfe. Leider stand der komplette Bau unter Wasser, und wir sahen keine Möglichkeit, das spontan zu ändern. Also haben wir die Hasenfamilie eingeladen, mit zu uns zu kommen. Die sieben Hasenkinder waren begeistert: "Oh ja, endlich sehen wir mal, was Adventswichtel alles machen." und "Da gibt es bestimmt ganz was feines zu futtern." und "Die haben sicher einen kuschelwarmen Kamin.".

Sieben Hasenkinder!!!!! Das kann sicher einige Tage dauern, bis deren Bau wieder trocken ist. Hoffentlich halten das alle aus. Aber Gnorig und Atz haben sich um die Hasenkinder gekümmert. Auf dem Weg nach Hause haben sie sie abwechselnd getragen. Zuhause angekommen haben sie dafür gesorgt, dass sie einen Platz am Kamin bekommen und genug zu futtern. Sie haben ihnen vorgelesen und mit ihnen gespielt, und alle hatten viel Spaß. Es war wirklich ein gelungener Abend.

Herzliche Grüße von Frolan, Stimpfl und Robinia

 


14. Dezember

Nachdem nun alle Gewürze sortiert und beschriftet sind, nehme ich mir vor, morgen Pralinen zu machen, denn ich habe meiner lieben Freundin Esbeda versprochen, ihr heute eine kleine Einführung in ihre neue Nähmaschine zu geben; denn Esbeda möchte zu Weihnachten selbst genähte Kissen verschenken. Dafür hat sie schon vor Wochen ein Riesenpaket bei buttinette bestellt.........

Die Wichtel haben uns heute kleine bunte Glöckchen vor die Tür gelegt. Die tragen Wichtel vielleicht an ihren Mützen, aber genau wissen wir es natürlich nicht, denn wir haben bisher noch keinen gesehen. Einmal hat einer, ich glaube es war Stimpfl, seine Umhängetasche bei uns verloren. Da hatten sich die drei ins Haus geschlichen und mussten vor unseren Katzen flüchten. Bei dem Versuch durch den Briefschlitz in der Tür zu flüchten, ist die Tasche hängen geblieben und lag bei uns im Haus.

Brief 14

Guten Morgen,

heute Morgen haben alle verschlafen. Das lag wohl an dem Sturm in der letzten Nacht. Die Fensterläden haben so sehr geklappert, dass Frolan in der Nacht aufsteheh musste, um sie richtig zu befestigen. Die Hasenkinder sind immer wieder aufgewacht und die Eltern versuchten sie zu beruhigen. Im Hasenbau ist ein Sturm nicht so laut, und er bewegt sich nicht mit dem  Wind wie ein Baum. Einmal aufgewacht konnte Robinia nicht wieder einschlafen und hat angefangen Kuchen zu backen. Stimpfl hat sich auf den Weg zu einem wetterfesten  Unterstand gemacht, zu dem viele Tiere bei dem Wetter kommen um Schutz zu suchen. Dieser Unterstand wurde von den Waldarbeitern für Wanderer gebaut, aber Wanderer sind hier nachts nicht unterwegs. Und er ist so stabil und fest gebaut, dass ein umstürzender Baum ihm nichts anhaben kann.

Als Stimpfl ankam, waren schon viele Tiere dort angekommen um Schutz zu suchen. Glücklicherweise war keines verletzt. Es ist immer wieder schön anzusehen, wie Tiere zusammenrücken, die sich eigentlich nicht mögen. In dieser Nacht saßen Rehe, Wildschweine, Hasen, Füchse, Marder, Dachse, Eichhörnchen, Mäuse und jede Menge Vögel zusammen und erzählten sich Geschichten, währen der Sturm draußen langsam nachließ.

Als sich draußen alles wieder beruhigt hatte, gingen alle Tiere ganz selbstverständlich wieder ihrer Wege, fast so , als hätte es diese Nacht nie gegeben.

Stimpfl hat noch ein paar Tiere begleitet, um Reparaturen an Nestern und Bauten vorzunehmen und ist dann wieder nach Hause gekommen. Robinia hat eine tolle Auswahl an Kuchen und Plätzchen gebacken, während Frolan ausgeschlafen hat.

Bei  Caron im Haus hat sich keiner durch den Sturm gestört gefühlt. Unsere Eltern und Großeltern kamen freudestrahlend zum Frühstück zu uns rüber, mit frisch gebackenen Hefeteilchen und Kakaopulver der ganz aussergewöhnlicher Art. Der wird bei uns nur an ganz besonderen Tagen aufgetischt, und Omma war der Meinung, dass dies ein solcher Tag sei. Das Rezept wird leider nicht verraten.

Nach dieser Köstlichkeit konnten wir alle wieder entspannt und voller Tatendrang in den neuen Tag starten.

Herzliche Grüße

 

Frolan, Stimpfl und Robinia


15. Dezember

Juchhuh, heute sind endlich die ersten Pralinen dran. Schokolade, Marzipan, Sahne, Butter, Zucker, Nüsse, Früchte und noch mehr.  Selbstgemachte Pralinen kommen als Geschenk immer super an. Denn sie schmecken tatsächlich nach den Zutaten, aus denen sie gemacht sind, unglaublich lecker.

Und die Wichtel brachten uns heute Zimt- und Apfel-Rosinenschnecken vorbei, die ebenso unglaublich lecker schmecken. Und ein Rezept lag auch dabei. Obwohl ich glaube, dass sie noch eine ganz geheime Zutat haben, die den Geschmack so unvergleichbar lecker macht.

Brief 15

Guten Morgen,

inzwischen haben sich unsere Gäste gut eingelebt, und die kleinen Hasen halten alle ganz schön auf Trab.

Am Nachmittag wollen wir mal nachsehen, wie der Hasenbau aussieht. Vielleicht  kann die Familie Weihnachten zuhause feiern.

Bei uns laufen nun alle Vorbereitungen auf Hochtouren, damit alles fertig wird bis Heiligabend. Die letzte Woche ist immer sehr aufregend, weil oft noch verspätete Wunschzettel ankommen. Es gibt sogar Eltern, die versuchen immer wieder sich in unsere Arbeit einzumischen. Die Wunschzettel manipulieren oder im Namen der Kinder schreiben, damit die Kinder das bekommen, das die Eltern sich für ihre Kinder wünschen. Aber meistens finden wir diese Zettel, und solche Eltern bekommen dann einen Strafzettel. Diesen Strafzettel verteilen Christkind und Weihnachtsmann; und der Nikolaus bringt im nächsten Jahr, also kurz vor Weihnachten, nochmal einen vorbei. So können die Eltern sich nicht damit rausreden, dass sie den vom letzten Jahr schon wieder vergessen hätten.

Also hier gibt es viel zu tun, wie bei euch vermutlich auch. Und alle packen mit an, es wird gearbeitet, geputzt und den ganzen Tag gesungen und getanzt, denn so macht die Arbeit viel mehr Spaß. Versucht es mal.

Stimpfl hat schon begonnen, die Weihnachtsfest-Futter-Pakete für die Tiere im umliegenden Wald zu packen. Das ist jedes Jahr eine ganz wichtige Aufgabe, denn er darf kein Tier vergessen.

Mamma und Omma helfen auch beim Verpacken, denn das können die beiden wirklich am besten, und so schnell wie die zwei schafft es kein anderer Wichtel. Omma hält sogar seit Jahren den Rekord bei den Geschenke-Verpackungs-Meisterschaften, und Mamma ist dritte.

In der Werkstatt hat Frolan Unterstützung von Pappa, und Oppa kümmert sich mit Stimpfl um die Tiere.

Die Hasenfamilie wird noch einige Tage bei uns bleiben, aber Weihnachten können sie wirklich nach Hause.

Stimpfl hat sich mächtig Mühe gegeben, damit der Hasenbau bis dahin wieder trockengelegt sein wird.

So, nun müssen wir an die Arbeit.

 

Liebe Grüße

 

Frolan, Stimpfl und Robinia


16. Dezember

Nachdem ich vorgestern bei Esbeda zum Nähen war, mache ich mich auch mal wieder an meine Nähmaschine.

Und mir fallen auf Anhieb eine Menge Projekte ein, die auf meiner To-Do-Liste für Nadel & Faden stehen.

Aber ich finde die Idee mit den Kissen ganz prima und habe auch den passenden Stoff zuhause. Also werde ich auch ein paar nähen. Da freue ich mich schon drauf.

Unsere Wichtel haben uns wieder ein Versucherle vorbeigebracht. Und auch da war das Rezept dabei. Das werden wir an diesem Wochenende ausprobieren.

Brief 16

Guten Morgen,

für uns sind die Tage gerade viel zu kurz, weil wir so viel zu tun haben. Aber wir haben mächtig viel Spaß dabei und hoffen, dass alles rechtzeitig fertig wird.

Da Omma und Mamma schon alles verpackt haben, können sich die beiden heute an die Nähmaschine setzen und noch ein paar schöne Sachen fertigen. Z.B. Puppenkleider, Kuschelkissen und -decken und Kuscheltiere.

Robinia hat in der Küche noch sehr viel zu tun und möchte dabei nicht gestört werden. Also werden wir sie erst wieder heute abend sehen. Für das Mittagessen gucken wir in unsere Speisekammer, und wenn das Wetter es zuläßt, möchte Stimpfl ein Feuer machen und grillen. Da freuen sich schon alle drauf: gegrillte Pilze und Kartoffeln mit selbstgemachter

Tomatencreme, eingelegter Käse in Wirsingblättern und geröstete Maronen.

Dann werden wir den heutigen Abend ganz gemütlich ausklingen lassen, und wahrscheinlich wird noch der ein oder andere Gast vorbei kommen.......

Frolan und Stimpfl werden heute alte Tiere besuchen, für die der Weg zu den Futterstellen zu anstrengend wäre.

Da haben die beiden einiges zu tun, denn die Tiere wohnen natürlich nicht nebeneinander.  Aber da Stimpfl für das Feuer heute abend verantwortlich ist, muss er pünktlich nach Hause kommen. Das wird schon klappen.

Nun machen wir uns an die Arbeit.

Herzliche Grüße

 

Frolan, Stimpfl und Robinia


17. Dezember

Die dritte Kerze brennt. Heute wird bei uns ein Faulenzertag. Die sprobbele sind ausgelaugt vom Alltag und möchten heute spielen. Die Legenden von Andor, UNO, Activity und Doppelkopf stehen gerade hoch im Kurs.

Ich möchte noch diesen leckeren Kuchen backen, den die Wichtel gestern vorbeigebracht haben.

Dann sollten endlich die Päckchen gepackt werden, die verschickt werden müssen. Denn es sollen alle rechtzeitg vor Weihnachten ankommen.

Auf die Plätze fertig los.

Passend zum Faulenzertag haben wir heute Schokolade, Marshmellows und Sahne bekommen, für eine tolle heiße

Schokolade. Lecker.

Brief 17

Guten Morgen,

heute zündet ihr die dritte Kerze an. Genießt einen schönen Adventssonntag und lasst es euch gut gehen. Schlürft einen leckeren Kakao am Nachmittag und macht es euch gemütlich. Das werden wir heute auch machen, den Nachmittagstee genießen.

Gestern haben wir einen sehr schönen Abend am Feuer verbracht, mit lauter Leckereien und viel Besuch.

Frolan und Stimpfl haben spontan beschlossen einen alten Dachs und eine alte Füchsin mit gebracht.

Die zwei sollen Weihnachten bei uns verbringen, damit sie nicht ganz alleine sind.

Und jeder, der vorbei kam, war herzlich eingeladen, den Abend mit uns zu verbringen, mit Essen & Trinken, Singen & Tanzen, einfach zum Reden oder auch still dabei sein. Ein gelungener Abend für alle.

Wie ihr seht haben wir viel Spaß, je näher der Weihnachtsabend rückt.

Und da wir heute nachmittag schon wieder gemütlich sein wollen, müssen wir jetzt an die Arbeit gehen.

Herzliche Grüße

 

Frolan, Stimpfl und Robinia


18. Dezember

Es hat geschneit! Ich findes es wunderschön, wenn draußen alles schneebedeckt ist und die Flocken lautlos zu Boden fallen. Und wenn das Vogelaufkommen in unserem Garten  rapide ansteigt, weil der Tisch bei uns so reich gedeckt ist, könnte ich stundenlang zuschauen. Und während ich immer mal wieder einen Blick nach draußen werfe, weil ich auf den Specht und den Kleiber warte, kommt das Eichhörnchen aus Nachbars Garten, um bei uns noch ein paar Haselnüsse aus seinem Versteck zu holen. Ich bin gespannt, ob wir auch in diesem Jahr Besuch von einem Fuchs bekommen werden.

Schade, dass die weiße Pracht hier am Nachmittag schon wieder vorüber sein wird, weil es später regnen soll. Die Temperatur spricht ebenso dagegen.

Leider haben wir die Wichtelspuren im Schnee auch heute nicht sehr weit verfolgen können, weil sie meist unter der Terrasse  verschwinden und dort verlieren sich ihre Spuren dann, weil dort kein Schnee liegt und Platten verlegt sind.

Schade.

Brief 18

Guten Morgen,

Schnee, Schnee, Schnee, soviel Schnee, dass wir endlich mal wieder unsere Skier und den Schlitten auspacken konnten.

Ja, Stimpfl ist mit den Skiern zu den Tieren gefahren. Denn, wenn es schneit, kommen mehr Tiere zu den Futterstellen. Dann ist es wichtig, öfter und mit mehr Futter zu kommen. Also hat Stimpfl noch einmal Gries gebeten, heute den Schlitten zu ziehen. Pappa und Oppa können darauf sitzen und das Futter festhalten. Mit Gries geht es auch schneller. Und es macht Spaß, den Hügel runter zu sausen

Mamma und Omma haben gestern alle fehlenden Geschenke genäht. Es hat sogar für einen kleinen Vorrat gereicht; falls noch ein kleines Geschenk fehlt. Heute werden die beiden häkeln und stricken. Das können die zwei auch ganz toll.

Robinia füllt heute Kräuter und Gewürze ab. Die lagern wir in großen Säcken. Kräuter- und Gewürzsalze stellt Robinia frisch her und lagert sie dann nach Sorten in Gläsern.

Frolan hat noch viel in der Werkstatt zu tun. Aber es sind keine Aufträge mehr dabei, es handelt sich dabei um kleine Mitbringsel, Anhänger usw. Das schafft er ganz bestimmt. Durch die Anhänger können wir heute abend alle gemeinsam Bänder ziehen.

Die alte Füchsin heißt Roxy und der Dachs heißt Metto, und die beiden verstehen sich sehr gut. Sie helfen im Haushalt, soweit sie können und dürfen oder sitzen am Kamin und knobeln oder spielen Karten. Wir haben das Gefühl, dass sie sich bei uns sehr wohl fühlen und aufblühen. Frolan plant schon ein gemeinsames Zuhause für die zwei. Mal sehen, was sie davon halten. Es wäre gut, wenn das in unserer Nähe wäre, denn dann könnten wir uns um sie kümmern.

Unser Nachmittagstee war sehr gemütlich und heimelig. Omma hat Geschichten erzählt, und Metto hat Gedichte vorgetragen. Dabei verging die Zeit so schnell, dass schon bald  Abend war. Also haben wir uns Brote mit Käse und Gurkenscheiben gemacht und den Abend so ausklingen lassen. Dann sind wir bald schlafen gegangen, damit wir heute mit voller Kraft in den Tag starten können. 

Ihr habt sicher auch noch einiges zu tun. Also, an die Arbeit.

 

Grüße von

 

Frolan, Stimpfl und Robinia


19. Dezember

Es hat geschneit! Ich findes es wunderschön, wenn draußen alles schneebedeckt ist und die Flocken lautlos zu Boden fallen. Und wenn das Vogelaufkommen in unserem Garten  rapide ansteigt, weil der Tisch bei uns so reich gedeckt ist, könnte ich stundenlang zuschauen. Und während ich immer mal wieder einen Blick nach draußen werfe, weil ich auf den Specht und den Kleiber warte, kommt das Eichhörnchen aus Nachbars Garten, um bei uns noch ein paar Haselnüsse aus seinem Versteck zu holen. Ich bin gespannt, ob wir auch in diesem Jahr Besuch von einem Fuchs bekommen werden.

Schade, dass die weiße Pracht hier am Nachmittag schon wieder vorüber sein wird, weil es später regnen soll. Die Temperatur spricht ebenso dagegen.

Leider haben wir die Wichtelspuren im Schnee auch heute nicht sehr weit verfolgen können, weil sie meist unter der Terrasse  verschwinden und dort verlieren sich ihre Spuren dann, weil dort kein Schnee liegt und Platten verlegt sind.

Schade.

Brief 19

Guten Morgen, guten Morgen.

Wir sind nun fast fertig mit unseren Auftragsarbeiten und können uns in aller Ruhe an die Vorbereitungen für unser Fest machen. In diesem Jahr wird unser Haus voll werden; es hat sich nämlich noch mehr Besuch angekündigt.

So feiern wir Wichtel besonders gern, gemeinsam mit vielen anderen, an einer großen Festtafel voller verschiedener Gerichte. Gut, dass unsere Vorratskammer so groß und reich gefüllt ist. 

Wir werden heute Tiere versorgen und noch einmal eine Runde zu den Alten und Kranken machen. Bei ihnen schauen wir am Heiligabend natürlich auch noch einmal vorbei, um ein Geschenk vorbei zu bringen.

Die letzten Geschenke warten darauf, schön verpackt und verschickt zu werden.  Und dann sollten wir unseren Weihnachtsbaumschmuck vom Dachboden holen. Das ist immer so eine Sache. Bis wir alles gefunden und zusammen gesucht haben, kann einige Zeit vergehen; denn im Wieder-Wegräumen sind nicht alle Wichtel gleich ordentlich. Und im letzten Jahr haben das Pappa und Oppa gemacht; die beiden stellen Kisten und Kartons dahin, wo gerade Platz ist, anstatt sie zu sortieren. Vielleicht schicken wir einfach die zwei auf den Dachboden, mal sehen, ob sie alles finden.

Wie ist es denn bei euch zuhause? Habt ihr schon alles beisammen und ist alles gut verräumt gewesen? Wenn nicht, macht euch langsam auf die Suche, denn Weihnachten ist bald.

Liebe Grüße von Frolan, Stimpfl und Robinia


20. Dezember


Nun wird es langsam Zeit für Ruckzuck- Geschenke. Ich weiß, es ist noch Zeit...........

Heute mache ich ein paar Kräuter-/Gewürzsalze. Die kann man in schnell in größerer Menge machen. Ich verschenke sie aber in kleinen Mengen, dafür mehrere, denn ich weiß nicht immer, ob ich den Geschmack des Beschenkten treffe. Da ich morgen ca. 40 Leute beschenken möchte, habe ich beschlossen, 6 verschiedene Salze vorzubereiten. Weiterlesen

Unsere Wichtel haben heute noch einmal köstliche Leckereien aus der Schokoladen-Manufaktur vorbeigebracht.

Brief 20

Hallo und guten Morgen,

ja, wir dachten gestern noch, wir könnten nun alles ruhig angehen lassen, aber dann kam heute früh ein Wichtel-Notruf. Eine Wichtelfamilie am Giersberg hatte einen Hausbrand, bzw. einen Baumbrand, und nun suchen sie eine Bleibe über die Weihnachtstage. Und natürlich sind die letzten Geschenke den Flammen zum Opfer gefallen. Also müssen wir noch einmal alle Kräfte aktivieren, und die letzten Materialien zusammen suchen, um neue Geschenke herzustellen, damit niemand an Heiligabend ohne Geschenk feiern muss.

Und ratet mal, wo die siebenköpfige Familie ihr Weihnachtsfest verbringen wird. Natürlich bei uns. Frolan ist sich nicht ganz sicher, ob das eine gute Idee ist, denn es wollte keiner so genau erzählen, wie es zu dem Feuer kam. Und nun meint Frolan, dass die 5 Wichtelkinder mit Feuer gespielt haben. Wenn das tatsächlich so war, werden die Wichtelkinder hoffentlich daraus gelernt haben.

Alle anderen haben keine Bedenken geäußert und freuen sich schon auf den Trubel in unserem Haus.

Wir werden euch natürlich berichten.

Herzliche Grüße von Frolan, Stimpfl und Robinia


21. Dezember

Das Salz ist fertig und abgefüllt. Es fehlen noch Beschriftung und Deko. Die Seifen sind nun auch gereift und können verpackt und beschriftet werden.  Leider kommen unsere sprobbele nicht so sehr in Bastellaune wie in den letzten Jahren. Und die drei sind wirklich reif für die Ferien.

Da muss ich wohl noch einmal alle Überredungskünste anwenden, um ein paar helfende Hände zu aktivieren.

Brief 21

Guten Morgen,

seit gestern geht es nun drunter und drüber in unseren zwei Häusern, die beide bis unters Dach belegt sind. Was hätten wir wohl ohne das Haus von Caron gemacht? In beiden Küchen wird dauerhaft gewerkelt, um für alle etwas zu Essen auf den Tisch zu bringen. Die Kinder sind meist draußen und toben durch die Büsche. Wenn sie dann nass und von oben bis unten dreckig nach Hause kommen, ist das Chaos komplett.  Man könnte annehmen, dass wir seit unserer Ankunft hier noch nicht geputzt haben.

Ausserdem sind heute ganz früh am Morgen Robinias Mann Knerz mit ihrem Sohn Norak angekommen. Die beiden haben den Herbst bei den Eltern von Knerz in Irland verbracht. Knerz hat dort in aller Ruhe sein neues Wichtel-Weihnachtskochbuch fertiggestellt. Norak war derweil in der Irischen Schule für Weihnachtswichtel. Auch bei uns Wichteln sind die Bräuche sehr unterschiedlich. Und Norak darf beide von Anfang an kennenlernen.

Die Wiedersehensfreude war sehr groß. So lange war Robinia noch nie von Norak getrennt.

Die zwei haben auch eine Überraschung für Stimpfl mitgebracht. Stimpfls bester Freund Sandrinus hat die beiden begleitet und wird unser Gast sein. Das war für Stimpfl wohl das schönste Geschenk, denn er hat Sandrinus sehr vermisst seit der in die Niederlande gezogen ist, um dort bei einem Werkstattmeister in die Lehre zu gehen und dort alles über den Instrumentenbau zu lernen.

Am 2. Feiertag werden wir uns dann alle gemeinsam auf den Weg zum Polarkreis machen, auf das sich Frolan ganz besonders freut.

Im letzten Jahr hat er während der Feier ein Wichtelmädchen kennengelernt, mit dem er sich sehr gut verstanden hat. Und er freut sich sehr auf ein Wiedersehen. Leider weiß er nicht, wie das Mädchen heißt. Drücken wir ihm also die Daumen, dass er sie wieder trifft, bei den vielen Wichteln.

Die Zeit bis dahin wird wie im Flug vergehen, bei so dem Trubel.

Alle sind am Räumen, Kochen, Backen und Basteln, und es zieht ein Duft von Orangen, Tannenzweigen und Plätzchen durch die Luft, der allen gute Laune und ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Heute abend werden wir alle erschöpft in unsere Betten fallen und bis zum Wecken tief und fest schlafen.

Morgen werden  hoffentlich alle Sonderaufträgen und spät eingetroffenen Wunschzettel-Wünschen fertig sein, diese verpackt und verschickt haben, damit wir uns dann voll und ganz unseren Vorbereitungen widmen können. Denn da nun zwei Häuser bis unter Dach belegt sind, und da alle einen Weihnachtsbaum möchten, benötigen wir also zwei Bäume. Frolan und Stimpfl finden sicher noch einen im Wald, der allen gefallen wird.

Liebe Grüße von Frolan, Stimpfl und Robinia


22. Dezember

Endlich sind die Ferien da, und die sprobbele werden heute faulenzen, spielen und über ihre Wünsche nachdenken.

Und vielleicht ein bisschen basteln?

Ausserdem fehlt uns noch der Weihnachtsbaum, ein paar Geschenke wollen verpackt werden und alles andere, was noch so dazu gehört. Ich bin froh, dass wir nicht so viel Gäste erwarten wie unsere Wichtel, da würde ich wohl mächtig in Stress kommen.

Brief 22

Ja, nun ist tatsächlich alles erledigt, und wir können es uns gut gehen lassen. Die alltäglichen Aufgaben stehen natürlich noch an, aber die schaffen wir entspannt.

Robinia, Knerz und Norak haben heute einen Tag für sich als Familie und werden auf den Wichtel-Weihnachtsmarkt rund um St. Wendelin gehen um noch das ein oder andere zu besorgen, einen Punsch zu trinken, Karussel zu fahren und etwas leckeres zu essen.

Unsere Eltern und Großeltern brauchen heute auch eine Ruhetag. Roxy und Metto haben sich bereit erklärt sich um das Essen zu kümmern, damit Frolan und Stimpfl ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen können, wobei Sandrinus ihnen helfen wird.

Die Wichtelfamilie, deren Haus abgebrannt ist, besucht für die Feiertage die Großeltern und reist heute ab. Dann wird es etwas ruhiger werden.

Die 5 Racker haben alle ganz schön auf Trab gehalten.

Heute kann also jeder Zeit für sich verbringen. Das wird allen gut tun.

Und morgen stürzen wir uns dann endlich in die letzten Vorbereitungen für unser Fest.

Lasst es euch gut gehen. Herzliche Grüße von Frolan, Stimpfl und Robinia

 


23. Dezember

Der Baum ist gekauft. In den letzten Jahren sind wir immer zu einem Hof gefahren, wo wir unseren Baum selber schlagen konnten. Das war schönes Familienerlebnis. Leider war die Auswahl im letzten Jahr nicht mehr so passend für unsere Bedürfnisse. Die Bäume waren entweder zu groß oder viel zu klein. Also haben wir in diesem Jahr einen Baum an einem Stand gekauft. Der Baum ist schön, hat die richtige Größe und die ungleichmäßige Form, damit er in unsere Wohnzimmerecke passt. Alles prima.

Unsere sprobbele haben gestern tatsächlich noch gebastelt und gewerkelt. So werden wenigstens die Paten und Großeltern ein gebasteltes Geschenk bekommen.

Die Wichtel haben uns heute Kerzen für den Weihnachtsbaum gebracht. Ja, sie haben vermutlich in den letzten Jahren bemerkt, dass ich grundsätzlich am 23. (oder am 24.) Dezember losgehe, weil ich nicht genügend Kerzen habe.

In vielen Geschäften sind die Kerzen aber ausverkauft oder schon weggeräumt. Ich habe ausnahmsweise schon vor dem 1. Advent jede Menge  Baumkerzen gekauft, freue mich aber sehr über die Kerzen von den Wichteln, weil die aus Bienenwachs sind.

Brief 23

Hallo und guten Morgen.

Auf in die Vorbereitungen. Gestern haben alle neue Kraft geschöpft und sich gut erholt.

Frolan, Stimpfl und Sandrinus werden endlich die beiden Weihnachtsbäume schlagen, Oppa und Pappa müssen auf den Dachboden um den Schmusk zu holen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie alles gefunden haben, was sie im letzten Jahr verräumt haben.

Für eine große Anzahl an Weihnachtsbaumkerzen haben wir schon im Herbst gesorgt. Da haben wir ein ganzes Wochende lang Kerzen getaucht. Bienenwachskerzen, die duften so schön.

Robinia wird mit der Unterstützung von Omma und Mama alle Vorbereitungen in der Küche treffen. Und Knerz und Norak machen einen Spaziergang zu Fritzle, damit das gefräßige Hörnchen auch zu Weihnachten versorgt ist.

Und dann werden wir am Abend beginnen, gemeinsam Haus, Garten und Baum zu schmücken. Wie immer mit Gesang, Punsch und leckeren Knabbereien.

Da freuen wir uns richtig drauf. Und wie verbringt ihr den Tag vor Heiligabend?

Liebe Grüße von Frolan, Stimpfl und Robina

 


Heiligabend

Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest

Die Wichtel haben uns heute  Weihnachtsbaumschmuck vor die Tür gelegt.

Brief 24

Guten Morgen, heute ist Heiligabend und wir sind fast fertig. Heute vormittag werden wir die Bäume schmücken, Oppa und Pappa suchen  noch die Kerzenhalter für den Baum, aber allen anderen Schmuck haben sie gefunden.

Der Festschmaus ist in Arbeit und alles andere ist vorbereitet.

Wir wünschen euch schöne Weihnachtstage und viel Freude mit den Geschenken.

Herzliche Grüße Frolan, Stimpfl und Robinia